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Die Würfel-Schlange

Zu diesem Experiment braucht man viele Würfel. Etwa 50. Mit diesen würfelt man und legt sie dann in einer Schlange aus. Das eigentliche Experiment besteht aus zwei Akten.
Der erste dient zur Vorbereitung, der zweite bringt dann die Überraschung. Diese ist so verblüffend, dass die Besucher das Experiment wieder und wieder durchführen. Dies ist unser Experiment mit der höchsten Verweildauer.

Beim ersten Akt startet man beim ersten Würfel. Man liest die Augenzahl und zählt um genau so viele Würfel weiter. Also: Wenn der erste Würfel eine 3 zeigt, dann zählt man 3 Würfel weiter. Nun kommt man auf einem Würfel an. Auch bei diesem liest man die Augenzahl und zählt um genau so viele Würfel weiter. Das macht man immer so: Man kommt auf einen Würfel, liest die Augenzahl und geht genau so viele Würfel weiter. Wenn man eine 4 sieht, geht man 4 Würfel weiter, wenn man eine 1 sieht, geht man zum nächsten Würfel usw. Dies macht man, bis man zum Ende kommt. Wahrscheinlich wird es nicht aufgehen. Man landet zum Beispiel auf dem vorvorletzten Würfel und sieht dort eine 5. Dies kann man nicht ausführen. Daher legt man die beiden letzten Würfel der Schlange zur Seite und betrachtet sie nie mehr. Man erzwingt also mit Gewalt, dass es aufgeht.
Bislang gab es nichts Aufregendes. Aber jetzt kommt der zweite Akt! Man beginnt wieder mit dem ersten Würfel, aber würfelt mit ihm noch einmal. Jetzt zeigt er eine andere Zahl, vielleicht eine 5. Dann macht man genau das Gleiche wie im ersten Akt. Man zählt 5 Würfel weiter. Dann kommt man auf einen Würfel, der beispielsweise eine 6 zeigt, und man geht also 6 Würfel weiter. Usw. Man nähert sich dem Ende - und jetzt geht es auf! Man landet auf dem letzten Würfel der Schlange!

Das kann wohl nur ein Zufall sein! Also nochmals: Mit dem ersten Würfel würfeln, der diesmal eine 1 zeigt, also nur 1 weiter. Usw. Wieder geht es auf. Nun wird man übermütig: Was wäre, wenn der erste Würfel eine 10 zeigen würde? Klar: 10 weiter zählen und von da an nach der Regel. Geht auch auf! Ein außerordentlich robustes Experiment: auch wenn man sich zwischendurch mal verzählt, klappt es!

Warum klappt es? Wir stellen uns die Würfel, auf die man beim ersten Akt gekommen ist, markiert vor. Wenn man im zweiten Akt irgendwann auf einem der markierten Würfel landet, dann geht es garantiert auf. Also ... Übrigens: Das Experiment gibt es auch als Kartentrick: Kruskal s Trick, siehe z.B.
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